Verwerterabgabe = Künstlersozialabgabe

Row of artist paint brushes closeup on old wooden background.

Saskia Kayser bloggt am:

Saskia Kayser

WAS ist das, WER muss es zahlen und WOFÜR?

Die Verwerterabgabe wird umgangssprachlich auch Künstlersozialabgabe genannt. Gerade Künstlern dürfte dieser Begriff bekannt vorkommen. Aber auch alle anderen Unternehmer sollten Ihn ab jetzt immer im Hinterkopf behalten.

Die KSK-Abgabe ist ein prozentueller Anteil von allen künstlerischen Fremdleistung, die für das Unternehmen bezogen werden. Man kann die Künstlersozialabgabe auch als Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung des leistenden Künstlers betrachten.

Ganz gleich, ob man in der Künstlersozialkasse versichert ist oder nicht, alle der KSK-Abgabepflicht unterliegenden, bezogenen Fremdleistungen sind mit dem Nettoaufwand an die KSK zu melden. Die KSK berechnet (für das Jahr 2017) 4,2 % des Aufwands, dies entspricht dann der zu leistenden Abgabe.

Die Meldung der jeweiligen Fremdleistungen ist in Summe bis zum 31.03. des Folgejahres zu machen. Wer einmal künstlerische Fremdleistungen bezogen hat und diese der KSK meldet, ist dazu verpflichtet jedes Jahr diese Meldung zu machen, denn die KSK eröffnet mit der ersten Meldung bei sich ein Konto, welches erst geschlossen wird sobald die Unternehmung beendet wird.

Um das Ganze einmal zu veranschaulichen, folgendes Beispiel:

Wir als Steuerberater beauftragen im Jahr 2017 einen Grafiker, welcher die Gestaltung unserer Website in die Hand nehmen soll.

Der Grafiker ist ein Künstler und führt eine gestalterische, künstlerische Tätigkeit aus, für welche er Brutto 238,00 € berechnet. Den Nettobetrag i. H. v. 200,00 € müssen wir bis zum 31.03.2018 an die KSK übermitteln und von diesem berechnet uns die KSK die bereits oben genannte Abgabe.

Ausnahmen gibt es immer!

Eine GmbH ist nicht dazu verpflichtet eine Verwerterabgabe an die Künstlersozialkasse zu leisten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen den dritten Teil zur Künstlersozialkasse etwas näher bringen. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Im nächsten Blog-Beitrag wird es nicht mehr um die KSK gehen. Es folgt der bereits im Sommer angekündigte zweite Teil zur Kleinunternehmerregelung.

Bis Bald,

Saskia Kayser

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