Vermietung an Angehörige und Freunde – dann aber richtig!

Mietspiegel

Svenja Sürth bloggt am:

Svenja Sürth

Die Thematik Vermietung und Verpachtung von Immobilien nimmt immer weiter zu. Heutzutage werden Immobilien nicht mehr nur zu eigenen Wohnzwecken gekauft, sondern auch zu Vermietungszwecken und als Altersvorsorge sprich Kapitalanlage. Dabei möchten die Vermieter natürlich oftmals mehr über Ihre Mieter wissen oder sie sogar näher kennen. Aus diesem Grund vermieten Immobilienbesitzer zunehmend an Angehörige oder Freunde.

Aber Achtung: Stolperfalle Mietpreis!

Viele kennen das heikle Thema, wenn es um Bezahlung zwischen Familienmitgliedern oder Freunden geht. Doch bei einer Vermietung an Angehörige oder Freunde muss man sehr aufpassen, damit man sich selber keine steuerlichen Nachteile einfängt.

Jetzt fragen Sie sich sicher, wie man sich Nachteile bei einem verbilligten Mietpreis einhandelt und worauf man achten muss. Die Gesetzesgrundlage sagt, dass wenn gem.

  • § 21 (2) EStG„(…) das Entgelt für die Überlassung einer Wohnung zu Wohnzwecken weniger als 66 Prozent der ortsüblichen Marktmiete [beträgt], (…) die Nutzungsüberlassung in eine entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil aufzuteilen [ist].“

Das bedeutet, dass bei einem Mietpreis, der unterhalb der 66%-Grenze des ortsüblichen Mietpreis liegt, auch nur zu dem gleichen Verhältnis die anfallenden Werbungskosten geltend gemacht werden dürfen. Heißt für Sie als Vermieter. wenn Sie in einem Veranlagungsjahr Instandhaltungen in Höhe von 5.000,00 € haben, Sie aber nur einen Mietpreis von 50% der ortsüblichen Miete eingenommen haben, Sie nur 2.500,00 € der Kosten steuerlich berücksichtigen dürfen. Die andere Hälfte der Kosten gehen Ihnen verloren. Wollen Sie das wirklich?

„Beträgt das Entgelt aber (…) mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete, gilt die Wohnungsvermietung als entgeltlich“ und bedeutet, dass Sie vollumfänglich alle abzugsfähigen Werbungskosten zu 100% steuerlich berücksichtigen dürfen.

Unser Tipp: Vermieten Sie immer zu mindestens 66% der ortsüblichen Miete an Angehörige oder Freunde. Die ortsübliche Marktmiete finden Sie in den örtlichen Mietspiegeln.

Bis dahin sonnige Grüße und erfolgreiches Vermieten.                   

Svenja Sürth

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