Übersicht zur Prüfung durch die deutsche Rentenversicherung

Betriebsprfung

Stefanie Cammarota bloggt am:

Stefanie Cammarota

Die Rentenversicherungsträger sind verpflichtet, mindestens alle vier Jahre bei den Arbeitgebern zu prüfen, ob diese ihre Pflichten nach dem Sozialgesetzbuch erfüllen, die anfallenden Beiträge korrekt berechnen und an die Sozialversicherung abführen. Hierzu erfolgt eine Betriebsprüfung durch den entsprechenden Außendienstmitarbeiter. Die Prüfung kann wahlweise in den Geschäftsräumen oder der Lohnabrechnungsstelle des Steuerberaters durchgeführt werden.

Es werden folgende Bereiche geprüft:

  • Beurteilung der Beschäftigungsverhältnisse
  • Beurteilung der einzelnen Bestandteile des Arbeitsentgelts
  • Beitragsabrechnung und Beitragsnachweise
  • Beitragszahlungen
  • Meldungen zur Sozialversicherung
  • Prüfung der sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen der Ergebnisse aus Lohnsteueraußenprüfungen
  • Umlagen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG) U1, U2
  • Führung und Sicherung von Wertguthaben aus flexibler Arbeitszeit (Flexi II)
  • Insolvenzgeldumlage
  • Abgaben und Meldepflichten nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG)
  • Prüfung der gesetzlichen Unfallversicherung (BG)

Im Besonderen wird die Krankenversicherungsfreiheit- bzw. –pflicht, die betriebliche Altersversorgung, die Versicherungspflicht von Studenten, Praktikanten, Schülern und Rentnern, die Minijobs und kurzfristigen Beschäftigungen geprüft. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Prüfung der Versicherungspflicht bei GmbH-Geschäftsführern, bei freien Mitarbeitern (Scheinselbständigkeit) und des sogenannten Phantomlohns.

Auch dem Thema Mindestlohn wird bei einer Prüfung ein besonderer Stellenwert eingeräumt.

Wichtige Belege für den Betriebsprüfer:

Neben den allgemeinen Entgeltunterlagen, welche auch in elektronischer Form vorgelegt werden können, sind im Besonderen beispielsweise folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Erklärung der geringfügig Beschäftigten gegenüber dem Arbeitgeber, dass auf die Versicherungspflicht verzichtet wird
  • Erklärung des kurzfristig geringfügig Beschäftigten über weitere kurzfristige Beschäftigungen im Kalenderjahr
  • Den Nachweis der Elterneigenschaft für die Ermittlung der Beiträge zur Pflegeversicherung
  • Nachweise über die tatsächlich geleistete Arbeitszeit sowie den arbeitsrechtlichen Anspruch, insbesondere

Für folgende Personengruppen müssen Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit aufgezeichnet sein:

  • Minijobber
  • Kurzfristig Beschäftigte
  • Arbeitnehmer in den in § 2 des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes genannten Wirtschaftszweigen

Tipp: Achten Sie bei Beschäftigungsbeginn von Arbeitnehmern und in der Folge auf die Vollständigkeit der Unterlagen und Nachweise. Bei weiterem Beratungsbedarf setzen Sie sich gern mit unserem Steuerbüro in Verbindung.

Beste Grüße und einen schönen Tag

 

Stefanie Cammarota

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