„Haushaltsscheckverfahren“

Exhausted housewife

Saskia Kayser bloggt am:

Saskia Kayser

Haben Sie davon schon gehört?

Jeder hat mal dieses Problem, dass einem der Haushalt über den Kopf wächst und man sich dringend eine Haushaltsfee wünscht. Aber einfach so darf man niemanden bei sich beschäftigen, denn das bedeutet Schwarzarbeit.

Wer also als Privatperson geringfügig jemanden bei sich beschäftigen möchte, hat es nun einfach, mit dem sogenannten Haushaltsscheckverfahren. Denn Sie sind verpflichtet den Arbeitnehmer anzumelden und Sozialversicherungsbeiträge abzuführen. Voraussetzung für eine geringfügige Beschäftigung ist ein max. Verdienst von 450,00 € im Monat.

Was Sie nun tun müssen?

Die für das Haushaltsscheckverfahren zuständige Einzugsstelle ist die Minijob-Zentrale.

Auf der Internetseite der Minijob-Zentrale können Sie das Anmeldeformular für den Haushaltsscheck entweder ausdrucken oder sofort Online ausfüllen. Lassen Sie sich von Ihrem zukünftigen Arbeitnehmer alle wesentlichen persönlichen Daten geben, nach denen im Formular gefragt wird.

Sie als Arbeitgeber müssen der Einzugsstelle eine Ermächtigung zum Einzug des Gesamtsozialversicherungsbeitrages erteilen. Die Beiträge werden von der Minijob-Zentrale berechnet und halbjährlich im Januar und im Juli automatisch von Ihrem Konto eingezogen. Abzuführen sind Pauschalbeiträge zur Kranken-, Renten- und Unfallversicherung, sowie Umlagebeiträge im Krankheits- und Mutterschaftsfall. Ebenso eine Pauschale zur Lohnsteuer von 2 %, hierdurch kommen Sie auf knapp 15 % die zusätzlich zum Arbeitsentgelt gezahlt werden müssen.

Hinweis:

Seit dem 01.01.2013 besteht bei jedem 450,00 € Job die Rentenversicherungspflicht für den Arbeitnehmer, was bedeutet, dass ein Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung von dem Bruttogehalt (450,00 €) einbehalten und ebenfalls an die Rentenstelle abgeführt werden muss. Auf der Lohnabrechnung ergibt sich dadurch ein geringerer Auszahlungsbetrag.

Falls der Arbeitnehmer den pauschalen Beitrag nicht in die Rentenkasse einzahlen möchte, hat er einmalig für den gesamten Beschäftigungszeitraum die Möglichkeit, sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Hierzu muss er einen Antrag auf Befreiung ausfüllen, der dem Haushaltsscheck beigelegt wird.

Steuertipp:

Mit angemeldeten Haushaltshilfen kann Geld gespart werden, denn nach § 35a Abs. 1 EStG (Einkommensteuergesetz) können die Kosten für die Haushaltshilfe in Höhe von 20 %, höchstens jedoch um 510 €, von der tariflichen Einkommensteuer abgezogen werden.

Beste Grüße,

Saskia Kayser

 

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