Gesundheitsförderung durch den Arbeitgeber – steuer- und sozialversicherungsfrei?!

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Stefanie Cammarota bloggt am:

Stefanie Cammarota

Bis zu einem Freibetrag von 500 Euro pro Arbeitnehmer und Jahr kann der Arbeitgeber neben dem ohnehin geschuldeten Arbeitslohn, unter bestimmten Voraussetzungen, die Gesundheit seiner Mitarbeiter fördern.

Zu den begünstigten Maßnahmen zählen nach § 3 Nr. 34 EStG:

  • Gesundheitskurse zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes nach § 20 Abs. 1 SGB V
  • Betriebliche Gesundheitsförderung nach § 20a SGB V

Hierzu gibt es nähere Informationen in einem detaillierten Leitfaden „Prävention“, in dem die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen genauere Angaben zu den Handlungsfeldern und Qualitätskriterien aufgestellt haben.

Diese lassen sich in folgende Bereiche unterteilen:

  • Bewegungsgewohnheiten/ arbeitsbedingte körperliche Belastungen

Gesundheitssportliche Aktivitäten sowie gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme

  • Ernährung/ Betriebsverpflegung

Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung, Reduktion und Übergewicht

  • Stressbewältigung/ Entspannung/ psychosoziale Belastungen

Progressive Relaxation, Autogenes Training, Yoga, Thai Chi, Qigong

  • Suchtmittelkonsum

Förderung des Nichtrauchens, Reduzierung des Alkoholkonsums

Im Allgemeinen ist eine Erstattung der Beiträge für ein Fitness-Studio oder für einen Sportverein nicht möglich. Wohl aber der Einsatz von nachgewiesen qualifizierten Einzelkursen, wie bspw. für einen Yoga-Kurs, für deren Teilnahme eine entsprechende Rechnung ausschließlich zur Vorlage beim Arbeitgeber ausgestellt wird, welche dieser zu den Lohnunterlagen nehmen kann.

Ein Arbeitnehmer, der seinen Arbeitgeber im Laufe des Jahres wechselt, kann den Freibetrag sogar zweimal im Jahr in Anspruch nehmen. Das Gleiche gilt auch bei Arbeitnehmern, die gleichzeitig ein weiteres Beschäftigungsverhältnis zusätzlich ausüben.

Sollte der Arbeitgeber einen höheren Betrag als 500 Euro übernehmen, wird nur der Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig, der diesen Freibetrag übersteigt.

Eine Ausnahme hierzu sind die Maßnahmen im überwiegend eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers, diese stellen keinen Arbeitslohn da. Dies sind Vorbeugungen bzgl. spezieller berufsbedingter Beeinträchtigungen der Gesundheit des Arbeitnehmers, wie z. B. bei einem entsprechenden Rückenkonzept für Arbeitnehmer an Bildschirmarbeitsplätzen.

Mein Tipp

Sollten Sie Fragen haben, zu dieser sowie weiterer Möglichkeiten der sogenannten „Nettolohnoptimierung“, sprechen Sie uns an. Darauf haben wir uns spezialisiert und wir helfen Ihnen gerne.

Beste Grüße und alles Gute für Sie

Stefanie Cammarota

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