Aufgepasst! Auch bei Studenten kann eine Steuererklärung Sinn machen!

Tax Refund / Mann mit Symbole

Sarah Schäfer bloggt am:

Sarah Schäfer

Das Jahr 2017 ist in vollem Gange und langsam läuft die Frist zur Abgabe der Steuererklärung für 2016  aus. Sollten Sie Ihre Einkommensteuererklärung selbst machen, müssen Sie diese nämlich bis zum 31. Mai des Folgejahres bei der Finanzverwaltung abgeben. Dieses Datum sollten sich auch Studenten rot im Kalender eintragen, da auch sie, unter gewissen Voraussetzungen, davon profitieren können.

Viele Studenten denken nicht darüber nach, eine Steuererklärung zu machen und verschenken dadurch oftmals Werbungskosten, welche die in Zukunft zu leistende Einkommensteuer mindern könnten. Hierunter fallen beispielsweise Studiengebühren, Aufwendungen für Arbeitsmaterial und Bücher. Also alle Kosten die zwangsweise mit dem Studium anfallen und welche die Studenten ohne Aufwendungsersatz selber tragen müssen.

Voraussetzungen

Doch ganz so einfach ist es nicht. Es müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, damit Werbungskosten während des Studiums geltend gemacht werden können.

Zunächst kann nicht jeder Student Werbungskosten ansetzen. Ein Werbungskostenabzug ist nur möglich, wenn man sich im Zweitstudium befindet. D. h. es muss zuvor eine Berufsausbildung abgeschlossen worden sein. Hierbei ist es irrelevant ob es sich um ein abgeschlossenes Studium oder eine abgeschlossene Berufsausbildung handelt.

Außerdem müssen die Werbungskosten höher sein als die Einnahmen, welche der Student aus Nebenjobs erzielt. Die Mini-Jobs bleiben hierbei jedoch außer Acht, wenn diese mit einer Pauschalsteuer von 2% abgegolten sind.

Beispielrechnung:

Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit                        6.000,00 €

Werbungskosten (inkl. der Kosten für das Studium)     10.000,00 €

= Einkünfte aus Nichtselbständiger Arbeit                       -4.000,00 €

Aus der Beispielrechnung würde sich ein Verlustvortrag von 4.000,00 € ergeben. Bei einer Regelstudienzeit von 6 Semestern (3 Jahre) und gleichbleibendem Sachverhalt, würde sich ein Verlustvortrag in Höhe von 12.000,00 € für die drei Jahre ergeben. Diesen Verlustvortrag könnte der Absolvent dann, neben den regulären Werbungskosten, in den ersten Jahren in denen er Vollzeit arbeitet, geltend machen. Hierdurch würde sich die zu zahlende Einkommensteuer mindern und die Werbungskosten aus dem Studium hätten sich bezahlt gemacht.

Tipp: Sollten Sie ein Zweitstudium absolvieren, empfehle ich Ihnen eine Steuererklärung abzugeben. Tragen müssen Sie die Kosten sowieso, wieso also dann nicht auch gekonnt einsetzen und für die Zukunft nutzen?

Viele Grüße

Sarah Schäfer

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