Alle Jahre wieder…

Spenden

Jana Sassen bloggt am:

Jana Sassen

Der November ist nun schon fast verstrichen und die Vor-Weihnachtszeit hat begonnen. Zu dieser Zeit des Jahres lassen sich viele Menschen die letzten Monate noch einmal durch den Kopf gehen, freuen sich auf die besinnliche Weihnachtszeit mit der Familie und Freunden und möchten nicht nur den eigenen nahestehenden Personen mit Geschenken eine Freude bereiten. Sie möchten auch z. B. gemeinnützigen Vereinen in Form von Spenden zum Ende des Jahres noch etwas zukommen lassen.

Grundsätzlich rückt der steuerliche Aspekt erstmal in den Hintergrund, da die eigentliche Intention natürlich immer ist, den entsprechenden Verein durch den geleisteten Beitrag zu unterstützen. Positiver Nebeneffekt hierzu ist, dass Spenden steuerlich begünstigt und für Sie in Ihrer Steuererklärung abzugsfähig sind. Es gibt sowohl die gängige Geldspende oder eine Sachspende, bei der Sie beispielsweise Mobiliar oder andere Einrichtungsgegenstände spenden. Beide Spendenarten sind grundsätzlich begünstigt. Diese beiden Spendenarten sind unkompliziert und in der Regel vollabziehbar.

Was ist bei Spenden zu beachten?

Grundsätzlich ist für die steuerliche Berücksichtigung neben der tatsächlichen Zahlung (bestenfalls vom Bankkonto) die Spendenquittung der wichtigste Nachweis, um die Beträge in Abzug zu bringen. Hierbei sollten auf der Spendenquittung das Datum und die Höhe der Spende vermerkt sein. Ebenso sind die regulären Angaben über Organisation (Spendenempfänger) und Spender anzugeben. Die Spendenquittung erhalten Sie in der Regel schriftlich, nach Leistung der Spende. Es ist in jedem Fall ratsam nach Erhalt der Spendenquittung diese auf die Richtigkeit der Angaben zu prüfen.

Wichtige Info

Spenden bis zu 200,00 € bedürfen zur steuerlichen Abziehbarkeit keiner Spendenquittung in oben genannter Form, sondern es genügt ein vereinfachter Nachweis. Dieser kann bereits in einem Kontoauszug als Zahlungsnachweis bestehen. Selbst Zahlungen über ein Pay Pal Konto werden in der Regel als Nachweis anerkannt. Barspenden sind natürlich ebenfalls möglich, in diesem Fall bedarf es ebenfalls einer Spendenquittung. Seit 2018 sind keine Originalbelege beim Finanzamt einzureichen. Es besteht lediglich die Pflicht des Belegvorbehalts, so dass Sie im Falle einer Rückfrage des Finanzamts dazu in der Lage sind, die Belege dem Finanzamt zur Verfügung zu stellen.

Abzugsfähig sind pro Jahr maximal 20% Ihres Gesamtbetrags der Einkünfte. Die genaue Höhe kann Ihnen bei Bedarf Ihr Steuerberater individuell berechnen. Wenn man allerdings ein Beispiel nimmt, in dem ein verheiratetes Ehepaar einen Gesamtbetrag der Einkünfte von rund 60.000,00 € hat, so können maximal 20%, also 12.000,00 €, der Spendenbeiträge als Sonderausgaben abgezogen werden.

Zum Schluss

Spenden sollen nicht mit Ihrer Steuerbegünstigung im Vordergrund stehen, sondern den Spendern Freude bereiten und den gemeinnützigen Organisationen / Vereinen bei der Umsetzung Ihrer Grundidee weiterhelfen. Letztlich ist die steuerliche Begünstigung sicherlich ein positiver Nebeneffekt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne und stressfreie Vor-Weihnachtszeit!

Jana Sassen

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