Wie ist das eigentlich mit der Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldungen?

White cartoon character with stamp. German text "Umsatzsteuervoranmeldung", translate "VAT Return".

Emily Erbach bloggt am:

Emily Erbach

Sie haben sich selbstständig gemacht und fragen sich jetzt, wie das mit den Umsatzsteuer-Voranmeldungen ist? Eigentlich ist das ganz einfach:

Sobald sie als Unternehmer registriert sind, sind sie zur Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen sowie einer Umsatzsteuer-Jahreserklärung an Ihr Finanzamt verpflichtet. Der Zeitraum für die Voranmeldungen ist dabei unterschiedlich:

 Existenzgründer im laufenden und folgendem Kalenderjahr monatlich
Für alle anderen:
grundsätzliche Abgabe vierteljährlich
beträgt die Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr mehr als 7.500 € monatlich
beträgt die Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr weniger als

1.000 € – von den Umsatzsteuer-Voranmeldungen befreit

befreit

Die monatlichen Voranmeldungen sind bis zum 10. des Folgemonats abzugeben und zu bezahlen (z.B. für den Voranmeldungszeitraum Mai bis zum 10. Juni).

Bei den vierteljährlichen Voranmeldungen ist es ähnlich, sie sind bis zum 10. Tag nach Ablauf des Kalenderjahres abzugeben und ebenfalls zu bezahlen (jeweils 10. April, 10. Juli, 10. Oktober, 10. Januar).

Jetzt gibt es da noch die Dauerfristverlängerung, vielleicht haben Sie davon ja schon mal etwas gehört. Auf Ihren Antrag hin verlängert Ihr Finanzamt die Fristen für die Abgabe Ihrer Voranmeldung und für die Entrichtung der Vorauszahlungen um einen Monat. Diese Fristverlängerung gewährt Ihnen das Finanzamt, wenn Sie Ihre Voranmeldungen auf elektronischem Weg authentifiziert übermitteln und eine sogenannte Sondervorauszahlung bei monatlicher Abgabe (1/11 der Summe der Vorauszahlungen für das vorangegangene Kalenderjahr) auf die Steuer eines jeden Kalenderjahres entrichten.

Kleinunternehmerregelung

Zu allerletzt gibt es noch eine Möglichkeit, keine Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben zu müssen. Ihre Umsätze haben im Vorjahr nicht 17.500 € überschritten und werden im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr als 50.000 € betragen, dann fallen Sie unter die Kleinunternehmerregelung (§19 UStG). Als Kleinunternehmer sind Sie solange von der Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldungen befreit, bis sie die oben genannten Grenzen überschreiten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen zum Thema Umsatzsteuer und die dazu gehörigen Umsatzsteuer-Voranmeldungen weiter helfen.

Hier geht es zu meinem ausführlichen Blogbeitrag zur Kleinunternehmerregelung.

Mit freundlichen Grüßen

Emily Erbach

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