Wer, wie, was, weshalb? Die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse

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Nadja von Hoegen bloggt am:

Nadja von Hoegen

Viele unserer Mandanten stellen uns die Frage, ob die Möglichkeit besteht, eine Mitgliedschaft in der KSK zu erwerben.

Grundvoraussetzung ist die Zugehörigkeit zu einem der Katalogberufe, welche die KSK aufgelistet hat. In der Regel gehören Künstler und Freiberufler zu den möglichen Mitgliedern.

Eine Mitgliedschaft kann erreicht werden, indem ein Antrag bei der KSK gestellt wird. Zusätzlich zu dem Antragsformular können weitere Belege und Dokumente einzureichen sein. Welche dies sind, ist einzelfallabhängig. Vielfach gehören Zeugnisse über Berufsabschlüsse oder sonstiges Material, welches die Tätigkeit nachweist, zu den einzureichenden Unterlagen.

Eine Mitgliedschaft in der KSK ist durchaus mit Vorteilen behaftet. Ein Arbeitnehmer zahlt die Hälfte der Beiträge zur Sozialversicherung. Die andere Hälfte wird vom Arbeitgeber geleistet. Wenn hingegen eine freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit besteht, hat der Versicherungsnehmer die Beiträge alleine zu finanzieren und ist dadurch stärker belastet. Dies ändert sich durch die Mitgliedschaft in der KSK. Das Mitglied erhält die Beiträge in vollem Umfang gutgeschrieben, jedoch muss es selbst nur die Hälfte einzahlen. Wie bei Arbeitnehmern auch, werden die Versicherungsbeiträge zwischen dem Versicherungsnehmer und der KSK paritätisch aufgeteilt.

Besteht die Versicherung erst einmal, entsteht durch den Beitritt eine Pflichtmitgliedschaft, die erst durch Aufgabe der Tätigkeit endet. Durch die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse, werden Beiträge zur Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Rentenversicherung abgedeckt. Beiträge zur Arbeitslosenversicherung hingegen gehören nicht zum Leistungsspektrum.

Übrigens: Zur Finanzierung der Beitragsbezuschussung erhält die Künstlersozialkasse finanzielle Mittel durch den Bund. Den anderen Teil erhält sie durch die sog. Verwerterabgabe.

Woher die Verwerterabgabe kommt und welche Rolle sie spielt, erklären wir in unserem dritten Teil über die Künstlersozialkasse.

Bis bald,

Nadja von Hoegen

 

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