Die Steuervorteile eines Dienstfahrrades

Senior businessman with a bike outside listening music

Stephanie Schwarz bloggt am:

Stephanie Schwarz

Ja liebe Leser, ganz richtig, die Steuervorteile eines Dienstwagens wurden bereits vor Jahren auch auf Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes ausgeweitet. Und die Vorteile liegen auf beiden Seiten auf der Hand (die Fahrradindustrie als zusätzlichen Nutznießer lassen wir an der Stelle unserer Betrachtung außen vor).

  • Auf der einen Seite, sind es die Vorteile einer reduzierten Abgabenlast, sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber.
  • Auf der anderen Seite, was in der heutigen Zeit immer wichtiger ist und nicht zu unterschätzen ist: Bietet der Arbeitgeber solch eine Möglichkeit, steigert er die Motivation seiner Mitarbeiter und erhöht auch die Zufriedenheit mit dem eigenen Unternehmen.
  • Ein weiterer Vorteil ist es gesunde und körperlich fitte Mitarbeiter zu haben. Fitness und Wohlbefinden steigern die Leistungsfähigkeit im Beruf und reduzieren die Anzahl an Fehltagen.

Was meinen Sie, ist doch mehr als nur eine Überlegung wert?

Aber wie immer gibt es natürlich so einiges zu beachten. Damit solch ein Modell funktioniert, sind die steuerlichen Regelungen einzuhalten bzw. zu berücksichtigen.

In der Regel haben Mitarbeiter, die Ihr E-Bike über die Firma leasen, auch ein unbeschränktes privates Nutzungsrecht. Überlasst der Arbeitgeber dem Mitarbeiter ein Fahrrad oder Pedelec, muss dieser den geldwerten Vorteil, den er aus der privaten Nutzung zieht, versteuern. Denn nach § 8 Absatz 2 Satz 8 EStG wird hiermit als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung (einschließlich Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte und Heimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung) 1 % der auf volle 100 Euro abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer festgesetzt. Die 44 € Freigrenze für Sachbezüge nach § 8 Absatz 2 Satz 9 EStG ist nicht anzuwenden.

Ein E-Bike im Wert von 1999 € inklusive Mehrwertsteuer würde  zu 19 € geldwertem Vorteil pro Monat führen. Ein geldwerter Vorteil ist in dem Fall ein Sachbezug, der nicht in Geld besteht. Er wurde vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer gewährt (bereits bekannt bei Dienst- bzw. Firmenwagen).

Wir gehen davon aus, dass beim „Bike Leasing“ in fast allen Fällen auch eine private Nutzung vorgesehen sein wird. Daher entsteht hier ein geldwerter Vorteil. Ob eine private Nutzung vorgesehen und erlaubt ist, sollte der Arbeitgeber deshalb im Überlassungsvertrag mit dem Mitarbeiter regeln.

Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.

Viele Grüße

Stephanie Schwarz

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